Vulkane unterscheiden sich sehr in ihrer Zerstörungskraft.
Manche Vulkane explodieren förmlich und zerstören binnen Minuten ihre ganze Umgebung. Aus anderen tritt die Lava so langsam aus, dass man darum herumspazieren kann.
Die Gewalt des Ausbruchs hängt zum größten Teil von der Zusammensetzung des Magmas ab. Grob gesagt: Je mehr Gas das Magma enthält und je dickflüssiger es ist, desto gefährlicher ist der Ausbruch.
Wann ist das Magma dickflüssig?
Wenn das Magma einen großen Anteil Silizium enthält, ist es sehr dickflüssig. Es wird im Ganzen nach oben gedrückt und erhärtet schnell. Diese Art von Vulkan explodiert leicht, weil das Magma wie ein Pfropfen funktioniert.
Wenn das Magma jedoch wenig Silizium enthält, ist es beim Ausbruch dünnflüssig und kann über weite Strecken fließen.
Was passiert, wenn das Magma Gas enthält?
Die Gasmenge im Magma ist auch wichtig. Wenn sich im geschmolzenen Stein viele Gasblasen befinden, verhält sich der Vulkan wie eine geschüttelte Softdrink-Flasche, die nun geöffnet wird: Die Gasblasen spritzen heraus und schleudern das Magma mit nach außen.
Schon gewusst
Der Film, den ihr in der Vulkankammer gesehen habt, bestand aus Material der französischen Vulkanologen Katja und Maurice Krafft. Sie waren leidenschaftliche Beobachter von Vulkanausbrüchen und haben ca. 140 von ihnen dokumentiert. Sie kamen 1991 auf tragische Weise beim Ausbruch des Unzen in Japan ums Leben.