Wenn eine Flüssigkeit verdunstet, nimmt sie Wärme auf. Ihr könnt das selbst spüren, wenn ihr euren Handrücken anleckt und darauf pustet. Dieses Prinzip wird im Kühlschrank zur Kühlung verwendet.
Im Inneren des Kühlschranks verläuft eine gewundene Röhre, die mit einem Kühlmittel gefüllt ist. Es handelt sich dabei um eine Flüssigkeit mit einem sehr niedrigen Siedepunkt. Sogar bei den niedrigen Temperaturen im Kühlschrank kann diese Flüssigkeit noch verdunsten. Wenn eine Flüssigkeit verdunstet, nimmt sie Wärme auf. Deshalb fühlen sich die Röhren im Kühlschrank kalt an. Die Röhre mit dem Kühlmittel führt aus dem Kühlschrank hinaus in einen "Kompressor". Der Kompressor ist eine Art Pumpe, die die nun dampfförmige Flüssigkeit zusammenquetscht und in einen weiteren Abschnitt des Röhrensystems befördert. Diesen Abschnitt nennt man "Kondensor". Wenn der Dampf den Kondensor passiert, kondensiert er zu einer Flüssigkeit. Das ist das genaue Gegenteil von dem, was im Inneren des Kühlschranks geschehen ist: Wenn das Kühlmittel kondensiert und flüssig wird, gibt es die Wärme wieder frei, die es aufgenommen hat, um zu verdampfen. Deswegen fühlen sich die Röhren außen am Kühlschrank warm an.
Das Kühlmittel nimmt also Wärme im Inneren des Kühlschranks auf und gibt sie außerhalb wieder frei. Dann fließt es zurück in den Kühlschrank, und der Kreislauf beginnt von vorn. Der Kompressor treibt den Kreislauf an, indem er in der Röhre außerhalb des Kühlschranks einen hohen Druck aufbaut. Dieser Druck bringt den Dampf zum Kondensieren, dabei gibt der Dampf seine Wärme ab. Erst wenn das Kühlmittel wieder flüssig ist, kann es durch eine sehr enge Röhre in den Kühlschrank zurückfließen. Dort ist der Druck gering genug, um das Kühlmittel verdampfen zu lassen. Wenn ihr die Kurbel dreht, produziert ihr innerhalb des Kühlschranks einen Druckunterschied, der die Flüssigkeit im Kreis bewegt.